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Die Welt von oben

 

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Die Stadt Olching plant am Bahnhof ein neues Viertel mit Wohnungen, Gastronomie, Geschäften und Parkmöglichkeiten. Das große Areal zwischen Mühlbach und Blumenstraße soll zum neuen Zentrum der Kommune werden. Denn Olching hat sich in wenigen Jahrzehnten von einem Straßendorf zur drittgrößten Kommune des Landkreises entwickelt. Das ist nicht bloß den Eingemeindungen im Zuge der Gebietsreform der 1970er-Jahre geschuldet, sondern dem anhaltenden Zuzug, wie etwa das Neubaugebiet Schwaigfeld zeigt. Aber es fehlt an einem Ortskern.

 

Bereits seit Jahrzehnten wird über die sogenannte Paulusgrube diskutiert, weil sie die Chance bietet, dieses Defizit zu beheben. Einen Bebauungsplan gibt es seit 1991. Am Bahnhof sollen neue Einkaufsmöglichkeiten, ein Bürgerservicezentrum sowie Wohnungen für etwa 250 Menschen und ein insgesamt attraktives Viertel entstehen, das Menschen anlockt, wobei Bürgermeister Andreas Magg (SPD) in Bezug auf die Geschäfte stets den Vergleich mit den mächtigen Pasing-Arcaden zurückweist. Den Status der Einkaufsmeile soll auf jeden Fall die Haupt- und Feuerstraße mit ihren vielen Geschäften behalten. Die Kosten für die Neugestaltung des gesamten Areals schätzt der Bürgermeister auf etwa 100 Millionen Euro. Das kann und soll allerdings nicht die Stadt stemmen, sondern die Gebäude sollen private Investoren bauen.

 

Doch die Realisierung scheiterte stets an den fehlenden Grundstücken. Mittlerweile hat die Stadt alle Flächen von der Bahn AG gekauft – mit Ausnahme des Bahnhofs selbst. Die Verhandlungen über die Fläche erweisen sich als schwierig, weshalb die Stadt inzwischen drei Varianten für das Großprojekt Paulusgrube hat ausarbeiten lassen.

 

Die erste Variante des städtebaulichen Entwurfs sah ein markantes, mehrstöckiges Gebäude vor, wo jetzt der Bahnhof steht, direkt am Anfang der Bahnhofsstraße, die ihrerseits verschwenkt werden sollte. Weil das Grundstück nicht hergeht, entwickelte der Planer eine zweite Variante. Demnach würde die Straße weiterhin parallel zu den Bahnschienen verlaufen, die Teile des markanten Gebäudekomplexes würden anders angeordnet, die Einkaufspassage ins Untergeschoss verlegt, Wohnungen entstünden in den darüber liegenden Geschossen. Der gesamte Komplex würde südlich der Bahnhofstraße positioniert, nicht zwischen Straße und Gleisen.

Es geht voran mit der Mitte

 

Olching soll endlich einen Ortskern erhalten – die Paulusgrube ist heißer Kandidat

Die Paulusgrube könnte nach Entwurfsvariante 1 entwickelt werden...
... oder nach der Variante 2.
Entwurf: Stadt Olching

Ein weiterer Unterschied betraf die geplante Tiefgarage. Der Verkehr sollte in der ersten Variante zum großen Teil unterirdisch verlaufen. Geplant war, dass die Autos gleich zu Beginn der Bahnhofstraße in die Einfahrt abbiegen. Unter der Erde würden auch sogenannte Kiss&Ride-Zonen eingerichtet, also Haltemöglichkeiten, um jemanden am Bahnhof abzusetzen. Die zweite Variante sah keine Tiefgarage mehr vor, sondern ein oberirdisches Parkhaus zwischen Bahnhofstraße und Bahnlinie. Während die erste Variante einen großzügigeren Eindruck hinterlässt, wirkt die zweite durch die nah beisammenstehenden Gebäude wesentlich gedrungener. Im Sommer präsentierte die Stadt Olching dann den dritten Entwurf. Er basiert auf der Annahme, dass es der Stadt nicht mehr gelingt, das Grundstück von der Bahn zu erwerben und ist ein Mix aus Elementen der Varianten eins und zwei. Das Kernstück wäre eine Art geschwungenes Vordach, das das Bahnhofsgebäude und den dahinterliegenden Gebäudekomplex verbindet. Im Stadtrat stieß der Entwurf auf wenig Begeisterung, weil ebenso wie bei Variante zwei die Sorge besteht, dass der Anspruch, attraktive und großzügige Aufenthaltsflächen zu schaffen, nicht mehr eingelöst wird. Nun will die Stadtverwaltung Visualisierungen der dritten Variante anfertigen lassen. Auf ihrer Grundlage soll der Stadtrat schließlich entscheiden. Allerdings sind alle diese Entwürfe nur Skizzen, keine fertige oder gar detaillierte Planung.

 

Ein weiteres Problem für die Stadt zeigte sich bei der Bürgerbeteiligung, Anwohner in den benachbarten Straßen fürchten, dass das neue Bahnhofsviertel noch mehr Autoverkehr anlockt.    Bip