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Die Welt von oben

 

Kamera-Drohnen knipsen Fotos aus vielen Metern Höhe

Die Stiftung Kinderhilfe hat ein Kleinod vor dem Verfall bewahrt, die Stadt Fürstenfeldbruck ist um einen schönen kleinen Platz reicher. Der sogenannte Hirtenbrunnen an der Fürstenfelder Straße, den der Münchner Bildhauer Ernst Andreas Rauch (1901-1990) geschaffen hat, ist restauriert und steht nun unter Denkmalschutz. Das Grundstück wurde so umgestaltet, dass der Brunnen wieder öffentlich sichtbar und zugänglich ist.

 

Als die Kinderhilfe das Anwesen vor dreieinhalb Jahren kaufte, war der Brunnen mit Moos überzogen, das Becken mit Erde, Steinen und Laub gefüllt und vom Beckenrand waren etliche Brocken abgeplatzt. Von der Straßenseite verwehrten Büsche einen Blick auf das Kunstwerk. Die Stiftung wollte das Grundstück umgestalten und neue Parkplätze anlegen. Klaus Landschreiber schaltete sich ein und schlug vor, die Anlage zu restaurieren und unter Denkmalschutz zu stellen.

 

Er war als Zwölfjähriger dabei, als der Bildhauer und die Honoratioren den Brunnen Ende Juli 1950 einweihten. Die Polizei plante nach dem Krieg in Bruck für ihre Polizeischule Neubauten in größerem Stil. Sein Vater, der Regierungsbaurat Lars Landschreiber, leitete die Arbeit. Nördlich der Fürstenfelder Straße entstand ein Block mit 35 Wohnungen, eine Omnibushalle für die Kraftfahrerstaffel der Schule samt Werkstätten, ein Dienstgebäude für die Inspektion, ein Haus für die Kriminalaußenstelle der Landpolizei sowie der Posten der Landpolizei.

Kleinod unter Denkmalschutz

 

Die Restaurierung des Hirtenbrunnens bereichert den öffentlichen Raum

Vor deren Eingang wurde der Brunnen installiert, den Landschreiber gegen einige Widerstände durchsetzten musste. Die Anlage aus bläulich-grauem Muschelkalk zeigt eine Schäfergruppe. In der Mitte steht ein Schäfer mit Hirtenstab, ein Lamm auf dem Arm und den Schäferhund an der Seite.

 

Rauch zählte zu den renommierten Bildhauern der Nachkriegszeit. Der Künstler gestaltete den Bibliotheksbau des Deutschen Museums und stattete das Müller‘sche Volksbad in München aus. Von ihm stammen der Karl-Valentin-Brunnen auf dem Viktualienmarkt sowie der Neptunbrunnen im Innenhof des Palais Leuchtenberg am Odeonsplatz.

 

Die Kinderhilfe und die Behörden übernahmen Landschreibers Vorschläge. Der Brunnen wurde restauriert, ein Weg aus Holz angelegt, ringsherum Kies gestreut und Bänke aufgestellt. Die Bewässerungsanlage des Brunnens musste komplett neu gebaut werden. Zur Straße hin wurde eine Hecke aus Buchen gepflanzt, mit Lücken dazwischen, in denen Hortensien stehen, die einen Blick auf das Kunstwerk gestatten.          Bip