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ZUKUNFT NAHVERKEHR

 

Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) im Landkreis Fürstenfeldbruck wird weiter ausgebaut. Dabei gilt es wichtige Ziele in den Bereichen Umwelt-, Gesundheits- und Klimaschutz zu erreichen. Deshalb sollen weitere Schnellbusse zwischen S-Bahn-Stationen, Verbindungen in Nachbarlandkreise, Leihräder und Barrierefreiheit umgesetzt werden. Selbst über Seilbahnen wird nachgedacht. Die ÖPNV-Stabsstelle der Kreisbehörde und ein Ingenieurbüro schreiben in Zusammenarbeit mit Kommunalpolitikern, Vertretern der Verkehrsunternehmen und des MVV sowie weiteren Akteuren den Nahverkehrsplan des Landkreises Fürstenfeldbruck von 2007 fort. Was genau in dem Plan steht, wollte die SZ von Monika Beirer von der ÖPNV-Stelle wissen:

Wo könnte die erste Seilbahn im Landkreis verkehren?

Vielleicht auf dem Fliegerhorstgelände. Diese Vision wird aber wohl eher in den nächsten Nahverkehrsplan einfließen.

 

Und wozu braucht es einen Nahverkehrsplan?

Ein Nahverkehrsplan gibt einen Überblick über den aktuellen Stand beim Angebot im ÖPNV, enthält eine Schwachstellenanalyse, definiert Ausbauziele und zeigt nötige nächste Maßnahmen auf. Dadurch ist ein flächendeckender und sinnvoller Ausbau des ÖPNV-Angebots möglich, der in Kooperation mit Kommunen, Nachbarlandkreisen, MVV und Verkehrsbetrieben erfolgt. Künftig wird der Plan alle fünf Jahre fortgeschrieben, um den ÖPNV schneller, komfortabler und passgenauer zu machen.

 

Was sind die Schwerpunkte des Fünfjahresplanes 2019 bis 2024?

Ganz klar die Haltestellen, die sind so etwas wie die Visitenkarte des ÖPNV. Wir haben insgesamt etwa 800 Haltepunkte im Landkreis, die sehr unterschiedlich ausgestattet sind. Oft steht da nur ein Schild. Für den weiteren Ausbau ist ein einheitlicher Standard wichtig, den wir gerade gemeinsam mit den zuständigen Kommunen definieren. Je nach Bedeutung der Haltestelle werden vier abgestufte Kategorien gebildet.

BU: Kümmert sich um die Fortschreibung des Nahverkehrsplans: Monika Beirer.
Foto: Bierl

Wie sollen die zukünftigen Haltestellen aussehen?

Ein wichtiger Aspekt ist die Barrierefreiheit. Schon deshalb, weil die Mitbürgerinnen und Mitbürger ab 2022 einen Rechtsanspruch auf einen barrierefreien ÖPNV haben. Zentrale ÖPNV-Knotenpunkte sollen zu multimodalen Schnittstellen ausgebaut werden, z. B. mit Leihrädern, CarSharing oder Ladesäulen für Elektroautos.

 

Wie viele und welche Haltestellen sollen umgebaut werden?

Umgebaut werden müssen fast alle Haltestellen. Die Kommunen werden Zeit- und Finanzpläne erstellen, entsprechend der Kategorien der Haltestellen im Nahverkehrsplan.

 

Was tut sich bei den MVV-Regionalbuslinien?

Es gibt viele Ideen. Oft geht es darum, neue Verbindungen zu schaffen, den Takt zu verbessern, vielleicht Expressbusse einzusetzen. Man könnte beispielsweise die vorhandenen Linien 834, 841, 842 und 854 zwischen Olching, Eichenau, Puchheim und Germering so umgestalten, dass eine direkte Verbindung zwischen Olching und Germering entsteht. Bisher muss in Eichenau und Puchheim umgestiegen werden. Oder die Verbindung von Egenhofen nach München: Bisher fährt man mit dem Bus nach Maisach und steigt dort in die S-Bahn um. Attraktiver wäre ein Expressbus über die A8 von Egenhofen direkt nach München.

 

Was ist sonst noch drin im Nahverkehrsplan?        

Von der Berücksichtigung des ÖPNV bei der Siedlungsentwicklung und Standortsuche über die Nutzung der Möglichkeiten der Digitalisierung, wie etwa für dynamische Fahrgastinformationen, bis hin zu alternativ angetriebenen Fahrzeugen stehen alle im Landkreis zentralen ÖPNV-Themen im Nahverkehrsplan. Im Frühjahr 2019 wird der Kreistag den neuen Nahverkehrsplan beschließen.                Bip

Abfallvermeidung: Wie es ohne Müll geht

 

Recycling ist gut, Müllvermeidung ist besser. Egal ob im Geschäft, zuhause oder am Arbeitsplatz: Wenn wir Abfälle vermeiden, schonen wir Rohstoffe, sparen Energie und vermeiden Treibhausgase. Abfallberge gar nicht erst entstehen zu lassen, ist daher ganz im Sinne des Umwelt- und Klimaschutzes. Laut Statistik hinterlässt jeder Bewohner des Landkreises etwa 164 Kilogramm Müll pro Jahr (2016). Die Verpackungsabfälle haben sich in den vergangenen 20 Jahren verdoppelt, Deutschland ist damit Weltmeister in Europa. Zwar könnte fast alles recycelt werden, bloß sind Rohstoffe wie Erdöl billiger. Deshalb gelangt Verpackungsmüll in die Umwelt. 

Plastikstrudel in den Ozeanen dieser Welt sind bekannt, aber Mikroplastik findet sich inzwischen überall, auch in unseren heimischen Flüssen und Seen. Kunststoff-Partikel, die kleiner als fünf Millimeter sind, werden etwa in Duschgel, Peelings oder Zahnpasta verwendet, wo sie für bessere Reinigung sorgen. Die Mikroplastik-Kügelchen, sogenannte Abrasiva, sind oft kleiner als ein halber Millimeter. Größerer Plastikmüll schrumpft durch Abrieb und Zerfall auf Millimetergröße und bleibt unter Umständen Hunderte von Jahren erhalten. Wir können im Alltag dazu beitragen, die Müllberge zu verkleinern. Auf Wochen- und Bauernmärkten kann man verpackungsarm einkaufen. Wir können Einkaufskorb und Stofftaschen statt Plastiktüten benutzen, in Plastik verpackte Produkte meiden und Dosen und Gläser mitnehmen. Mehrwegflaschen können bis zu 50mal wiederverwendet werden. 

Auf der Wertstoffbörse findet so manche Rarität auf einen Liebhaber
Foto: AWB

Der Bürger  ist gefragt

 

Zu diesen ÖPNV-Themen brauchen wir natürlich auch die Unterstützung der Mitbürgerinnen und Mitbürger. Deren Verbesserungsvorschläge und Wünsche sind wertvolle Anregungen, die in den Nahverkehrsplan genauso einfließen wie die Fachexpertisen. Auf der Homepage des Landratsamtes unter www.lra-ffb.de ist seit Montag, 15. Oktober, ein Fragebogen freigeschaltet. Für vier Wochen können dort bis Sonntag, 11. November, Vorschläge und Ideen eingebracht werden. Wir hoffen auf rege Beteiligung.

 

Obst und Gemüse sollte man unverpackt kaufen, bei Wurst und Käse auf Zwischenlagen aus Plastik verzichten und in mitgebrachte Behälter packen, auch wenn es Aufmerksamkeit und Überwindung kostet, das dem Verkaufspersonal jedes Mal wieder extra zu sagen. Weitere Möglichkeiten sind Großpackungen, weil für die gleiche Menge weniger Verpackung verwendet wird, außerdem sollte man zu Nachfüllpackungen greifen, etwa bei Putzmittel. Bei Coffee-to-go sollte man eigene Becher mitbringen, Mehrwegsysteme wie den Brucker Becher oder Recup-Produkte unterstützen oder sich einfach mal fünf Minuten Zeit nehmen für Kaffee aus einer richtigen Tasse. Ganz schlecht sind Kaffeekapseln aus Aluminium, weil dessen Herstellung sehr viel Energie verbraucht. Eine weitere Methode ist die Sharing Economy, dass wir bestimmte Gegenstände nicht selber besitzen, sondern ausleihen oder zusammen anschaffen. Bekannt ist Car-Sharing, aber das Prinzip ist übertragbar. Eigentlich genügt ein Rasenmäher oder eine Bohrmaschine für mehrere Haushalte. Oder man kann Gegenstände, die man selten nutzt, bequem mieten, etwa über Onlineplattformen. Beim Kauf etwa von Kleidung, Geräten oder Werkzeug sollte man auf Langlebigkeit achten und darauf, ob sich ein Gegenstand reparieren lässt. Viele Dinge lassen sich auf Second-Hand-Märkten oder Onlineplattformen wieder verkaufen. Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises betreibt auf dem Gelände des großen Wertstoffhofes eine Wertstoffbörse. Sie befindet sich im Brucker Gewerbegebiet Hasenheide, Am Kugelfang 5, und ist Mittwoch und Freitag jeweils von 14 bis 18 Uhr für den Verkauf geöffnet. Weitere Informationen hierzu finden sich auf der Seite www.awb-ffb.de. Unter www.awb-ffb.de/service/links/ geht es zum Flohmarktportal, Secondhand- und Reparaturführer.       Bip