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Die Welt von oben

 

Kamera-Drohnen knipsen Fotos aus vielen Metern Höhe

„Umwelt macht natürlich glücklich“

 

Der Weltumwelttag ist jedes Jahr ein wichtiger und sehr guter Anlass, über ökologische Zerstörung und effektiven Umweltschutz nachzudenken

 

In Erinnerung an die Eröffnung der Konferenz der Vereinten Nationen zum Schutz der Umwelt am 5. Juni 1972 in Stockholm haben die Vereinten Nationen und vier Jahre später die Bundesrepublik Deutschland den 5. Juni zum jährlichen „Tag der Umwelt“ erklärt.

 

Das Datum soll genutzt werden, um mit Veranstaltungen, Aktionen und Maßnahmen global den Gedanken des Umweltschutzes und das Bewusstsein dafür zu fördern, dass es der Mensch selbst ist, der die Vielfalt und Stabilität der Umwelt bedroht. Weltweit beteiligen sich rund 150 Staaten an diesem World Environment Day. Das diesjährige Motto des Weltumwelttages lautet: „Umwelt macht natürlich glücklich“.

 

Weniger glücklich stimmen dagegen Bestandsaufnahmen wie der Living Planet Report, den der World Wildlife Fonds (WWF) jährlich veröffentlicht. Die Ergebnisse des Reports 2016 sind erneut alarmierend: Die Menschheit verbraucht 60 Prozent mehr an Ressourcen, als die Erde bereithält. Wird dieser Verbrauch ungebremst fortgesetzt, wäre bereits 2030 ein zweiter kompletter Planet Erde nötig, um den Bedarf an Nahrung, Wasser und Energie zu decken. „Unser stetig wachsender Hunger nach Ressourcen frisst die Zukunft der nächsten Generationen auf“, warnt der WWF deshalb. Wer bedenkt, dass Spitzenpolitiker weiterhin ungebremst Wirtschaftswachstum fordern und versprechen, weiß, dass es genau dazu kommen wird.

 

Die Auswirkungen des Raubbaus zeigen sich schon heute an Dürreperioden, Hitzewellen und Starkregen, Hungersnöten und Artensterben. Vier der neun ökologischen Belastungsgrenzen, in deren Rahmen Lebensräume stabil bleiben, sind schon jetzt überschritten, stellt der WWF fest. Das sind der Klimawandel, die Biodiversität, die Landnutzung sowie der biogeochemische Kreislauf von Stickstoff und Phosphor. „Unser Planet steht vor dem Burn-out“, lautet das Fazit des WWF-Reports für 2016.

 

In Deutschland zeigen die Daten, dass sich die Artenvielfalt und die Landschaftsqualität signifikant verschlechtert haben. Fast ein Drittel der untersuchten 32.000 heimischen Tier-, Pflanzen- und Pilzarten sind in ihrem Bestand gefährdet, mehr als fünf Prozent sogar ausgestorben. Hauptursache für diese ökologische Zerstörung ist nach Einschätzung des IWF die intensive Landwirtschaft, gefolgt von Forst- und Wasserwirtschaft, der Zersiedelung und Zerschneidung von Landschaften sowie die Belastung von Böden und Gewässern durch Emissionen. Der WWF fordert deshalb dazu auf, den Umgang mit der heimischen Umwelt und Natur grundsätzlich hinterfragen: Wie könnte man die Emissionen der Landwirtschaft auf ein naturverträgliches Maß reduzieren oder die Landnutzung ökologisch verträglich gestalten? Um den Trend umzukehren, bedarf es nach Einschätzung des WWF „erheblicher zusätzlicher Anstrengungen von Bund, Ländern und Kommunen“. Der Weltumwelttag ist eine gute Gelegenheit, über einen effektiven Umweltschutz nachzudenken und sich die Frage zu stellen, warum sich die Lage 45 Jahre nach der UN-Umweltkonferenz nicht nur nicht verbessert hat, sondern immer weiter verschlechtert.

 

Foto: Stock Snap, Ricardo Gomez Angel