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Für wen gilt der gesetzliche Pflichtteilsanspruch und was ist beim Pflichtteilsergäzungs­anspruch zu berücksichtigen?

 

Wenn ein Erblasser ein Testament errichtet hat, tritt die gesetzliche Erbfolge grundsätzlich außer Kraft. Es gelten die letztwilligen Verfügungen des Verstorbenen. Hat der Erblasser mit dem Testament seine nahen Angehörigen von der Erbfolge ausgeschlossen, also enterbt, so haben diese nahen Angehörigen einen Pflichtteilsanspruch.

 

Pflichtteilsberechtigt sind zunächst die Abkömmlinge, also die Kinder des Erblassers sowie die Enkel und Urenkel. Das gleiche Recht steht den Eltern und dem Ehegatten des Erblassers zu. Entferntere Abkömmlinge und die Eltern des Erblassers sind jedoch insoweit nicht pflichtteilsberechtigt, als ein Abkömmling, der sie im Falle der gesetzlichen Erbfolge ausschließen würde, den Pflichtteil verlangen kann oder das ihm Hinterlassene annimmt.

 

Der Pflichtteil besteht in der Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils. Der Pflichtteilsberechtigte wird aber nicht Erbe, sondern hat nur einen schuldrechtlichen Geldanspruch gegen den Erben in Höhe des Pflichtteils.

Der Erbe hat dem Pflichtteilsberechtigten auf Verlangen Auskunft über den Bestand des Nachlasses zu erteilen, damit der Pflichtteilsberechtigte seinen Anspruch, der sich gegen den Erben richtet, geltend machen kann.

 

Falls der Erblasser zu Lebzeiten sein Vermögen durch Schenkungen vermindert hat, so steht dem Berechtigten neben dem Pflichtteil ein sogenannter Pflichtteilsergänzungsanspruch zu, wenn die Schenkung innerhalb von zehn Jahren vor dem Erbfall gemacht wurde. Auch hinsichtlich etwaiger Schenkungen ist der Erbe auskunftspflichtig. Nicht zu berücksichtigen sind dabei kleinere „Anstandsschenkungen“.

 

Der Pflichtteilsanspruch verjährt in drei Jahren von dem Zeitpunkt an, in dem der Pflichtteilsberechtigte von dem Erbfall und von der ihn beeinträchtigenden Verfügung des Erblassers Kenntnis erhalten hat.

 

K|S|H

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