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Die Welt von oben

 

Kamera-Drohnen knipsen Fotos aus vielen Metern Höhe

Genießen und wohlfühlen in Landsberg

 

Die Stadt am Lech bietet moderne Geschäfte sowie traditionelles und innovatives Handwerk

Fotos: Asselborn/Bierl/privat
Landsberg ist ideal für einen Einkaufsbummel oder eine Sightseeing-Tour. Die Stadt am Lech gelangte im späten Mittelalter durch den Salzhandel zu einigem Wohlstand, wovon heute noch eine stimmungsvolle mittelalterlich-frühneuzeitliche Anlage und moderne Geschäfte zeugen. In der Altstadt lassen sich bei einem Rundgang Türme, Tore, Bürgerhäuser, offene Plätze und enge Gassen entdecken. In den Läden der Einzelhändler, Künstler und Kunsthandwerker findet sich ein breites Sortiment, hohe Qualität und Kreativität. In der Innenstadt gibt es dank zweier Tiefgaragen genügend Parkplätze. Ein Teil der Altstadt ist Fußgängerzone, wo es sich unbeschwert einkaufen und in Cafés und Restaurants wohl sein lässt, der Hauptplatz wurde vor einigen Jahren komplett neu gestaltet. Den ganzen Sommer über bietet die Stadt ein abwechslungsreiches Programm.

Kunst- und Kulturfreunden wird ein ausgezeichnetes Veranstaltungsprogramm geboten. Familien mit Kindern können Spielplätze nutzen, sich im Inselbad am Lech abkühlen oder einen Ausflug in den direkt an das Zentrum anschließenden Wildpark unternehmen. Das ganze Jahr über finden in der Stadt unterschiedliche Märkte statt, wie etwa der Wochenmarkt am Mittwoch und am Samstag auf dem Hauptplatz. Sie sind beliebte Treffpunkte zum Einkaufen, Bummeln und Flanieren. Hier gibt es frische, regionale Produkte aber auch exotische Waren. Jeder Markt hat sein eigenes Flair und bietet oft ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Am Wochenende 21. und 22. Juli, feiern die Landsberger und ihre Gäste wieder ihr Stadtfest in der Altstadt rund um den Marienbrunnen. Die Besucher erwartet ein buntes Programm aus Musik, Tanz und Showeinlagen. Am Abend verwandelt sich der Hauptplatz in eine große Tanzfläche. Zeitgleich mit dem Stadtfest findet der Süddeutsche Töpfermarkt entlang der St.-Laurent-du-Var-Promenade neben dem Mutterturm statt. Mit Blick auf das Lechwehr und die Altstadt, bietet der Platz das ideale Ambiente für die Keramikkünstler und ihre Objekte. Sie präsentieren selbst gefertigte Gefäße, Geschirr, Musikinstrumente und Gartenkeramik. Der Töpfermarkt ist Samstag/Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Wer mehr über die Geschichte der Stadt erfahren möchte, kann sich in der Tourist-Info über Stadtführungen informieren und sich spontan einer Führung anschließen.

Diese finden von Mai bis Oktober jeweils am Mittwoch, Samstag und Sonntag statt und beginnen um 14.30 Uhr am Historischen Rathaus (Dauer ca. 3 1/2 Stunden). Von der ersten Stadtbefestigung des 13./14. Jahrhunderts sind nur noch wenige Reste erhalten. Wichtigster Bau ist der Schmalzturm (auch „Schöner Turm“ genannt). Ein besonderes Highlight ist der Blick auf die Stadt von oben, von den Türmen und Toren. Der Jungfernsprung-Turm ist von Mai bis Oktober jeden ersten Sonntag im Monat von 14 bis 16 Uhr und der Schmalzturm von 16 bis 18 Uhr geöffnet.              

Landsberg stellt sich vor

140 Jahre Stadttheater

Anno 1878 bauten sich die Landsberger ein Stadttheater. Dessen 140-jähriges Bestehen wird heuer gebührend gefeiert. Dazu haben sich die Veranstalter für das Sommertheater ein Stück über Sokrates ausgesucht. Er war ein streitbarer Philosoph, der dafür mit dem Leben bezahlte. Manche seiner Positionen würden noch heute wegen ihrer Radikalität auf Widerstand stoßen. Der Regisseur Ioan C. Toma führt sein antikes Theater-Kabarett-Stück „Sokrates und die Hebammenkunst“ nach Texten von Platon in der Übersetzung von Schleiermacher auf. Die alten Texte werden erschreckend aktuell, etwa die dialogische Wahrheitssuche anstelle von Fake News oder machtpolitische Skrupellosigkeit. Es spielen Konstantin Moreth, Matthias Bartels, Florian Werner und Lena Praßler, für Kostüme und Assistenz ist Bonnie Tillemann zuständig, die Bühne gestaltet Karl-Heinz Kappl. Das Stück wird im agoraähnlichen Theatergarten gezeigt, wo es im August abends kühl sein kann. Bei schlechter Witterung findet die Vorstellung im Theatersaal statt. Die Aufführungen finden am Donnerstag, 26. Juli, Freitag, 27. Juli, sowie Donnerstag, 2. August, bis Sonntag, 5. August, jeweils 21 Uhr statt. Das Jubiläum des Stadtheaters wird mit einer großen Party am Samstag, 28. Juli, um 20.30 Uhr im Foyer gefeiert. Dazu spielt die Bigband Dachau, ein Ensemble hauptsächlich aus Laien und Musikschülern, unter der Leitung von Tom Jahn, das im vergangenen Jahr zum Montreux Jazz Festival eingeladen war.

Bereits ausverkauft ist der Auftritt von Rosanne Cash, die Tochter des legendären Johnny Cash, am Mittwoch, 1. August, um 20 Uhr. Rosanne Cash ist mehrfache Grammy Preisträgerin und zählt zur Speerspitze der amerikanischen Singer-Songwriterinnen. Sie pflegt einen eigenen unverkennbaren Stil des Geschichtenerzählens, und wenn sie nicht gleich Kurzgeschichten schreibt, packt sie ihre Stories zusammen mit ihrem Mann, John Leventhal, musikalisch in ein Gewand aus Folk, Country Music, Rock und Popmusik. Zum ersten Mal betritt die neu gegründete „Junge Bühne“ des Stadttheaters Landsberg am Donnerstag, 25. Oktober, um 20 Uhr die Bretter des Hauses. Das Stadttheater hat mit Julia Andres eine, in Landsberg bereits bekannte, Theaterpädagogin gewinnen können und eine eigene Jugendtheatergruppe gegründet, die in Zukunft regelmäßig ihre Arbeiten im Rahmen des Programms zeigen wird. Mit dem Stück „Der geheimnisvolle Tod des Puppenspielers“ hat sich die Gruppe für eine Kriminalkomödie entschieden, die für alle Altersgruppen geeignet ist und den jungen Talenten schon einiges schauspielerisches Können abverlangt. Es geht um den alten Puppenspieler Albanaque, der mit seinem Leben hadert und plötzlich unter ungeklärten Umständen ums Leben kommt. Sein einzig wertvoller Besitz sind einige sehr außergewöhnliche Marionetten, die plötzlich zum Leben zu erwachen scheinen.

Trachten für den Alltag

Im Zentrum der Altstadt in Landsberg am Lech betreiben Lisa und Gabriele Hunger seit Juni 2015 einen kleinen Trachtenladen für Damen. Mutter und Tochter lieben Dirndl, Strickjacken und Janker und wählen ihr Sortiment deshalb mit viel Liebe, Geschmack und Sorgfalt für ihre Kundinnen aus. Zweimal im Jahr fahren die beiden nach Salzburg, um auf der Fachmesse Tracht & Country neue Trends zu entdecken und Ideen zu sammeln. Bei Rotwild Trachten finden sich zeitlose und aktuelle Dirndl, Lederhosen, Janker, Röcke, Blusen, Schuhe und vieles mehr. Dazu gibt es schicke Accessoires wie passende Handtaschen, Tücher, Schals und Schmuck. Ganz wichtig ist den Inhaberinnen die Beratung der Kundschaft. Vor allem ein Dirndl muss richtig passen, weshalb in dem Trachtenladen an vielen Exemplaren auch Änderungen vorgenommen werden. Jede Frau soll bei Rotwild Trachten das perfekte Outfit finden, in dem sie sich wohlfühlt, lautet die Philosophie der Betreiberinnen.

Neue Trends gibt es bei Rotwild Trachten.

Maßanzüge in Handarbeit

Ein perfekt sitzender Anzug lässt jeden Mann gut aussehen. Die Firma Stollz in Landsberg bietet für jeden Anlass, ob Business, Festlichkeiten oder Events maßgeschneiderte Unikate. Um für jede Statur einen passenden Anzug oder ein Maßhemd anzubieten, werden ausschließlich handwerkliche Einzelstücke gefertigt. Der Laden in der Schlossergasse in der Altstadt ist im Stil der britischen Upper Class eingerichtet, mit dunklen Möbeln, Sessel und Sofa von Chesterfield und einem Kofferschrank, der als Bar dient. In persönlichen Einzelterminen erfolgen Beratung, Stoffauswahl und Vermessung. Neukunden sollten sich dazu eineinhalb bis zwei Stunden Zeit nehmen – wobei die Herren in gemütlicher Atmosphäre einen Whiskey und die weibliche Begleitung einen Piccolo genießen können. Beim Maßnehmen achtet Claudia Nolle auf die perfekte Passform und den Tragekomfort. Das Ziel ist, für jeden Kunden einen passgenauen Maßanzug zu schneidern, der zugleich die Persönlichkeit des Anzugträgers unterstreicht. Weitere Qualitätsmerkmale sind eine von Hand eingenähte weiche Rosshaareinlage, die sich der Brustform anpasst, echte Knopflöcher, von Hand angenähte Knöpfe und die sog. Schneiderhandkante. Dabei sind die Preise nicht unerschwinglich: Einen zweiteiligen Maßanzug aus hochwertiger Schurwolle gibt es schon ab 690 Euro, ein Maßhemd ab 149 Euro. Die Details der Ausstattung wie Monogramm in Wunschfarbe, Innenfutter, Knöpfe oder ein farblich abgesetztes Reversknopfloch sowie verschiedene Taschenformen verleihen dem Anzug die persönliche Note. Nach vier bis sechs Wochen ist das maßgeschneiderte Kleidungsstück abholbereit. Dazu bietet Stollz rahmengenähte Schuhe aus einer Ledermanufaktur auf Mallorca, Seidenkrawatten und farbenfrohe Socken.

Anzüge nach Maß fertigt die Firma Stollz.

Die Schuhmacherin von Landsberg

Komplett handgefertigte Schuhe bietet Luisa Grundmann in ihrer Werkstatt im Vorderen Anger in der Altstadt von Landsberg. Sie produziert jedes einzelne Stück in Maßarbeit, es gibt keine vorgefertigten Modelle. Grundmann hat in Frankfurt am Main ihre Ausbildung absolviert und die Werkstatt in Landsberg vor etwa einem Jahr eröffnet. Ihr Weg ist ungewöhnlich, zum einen ist die Schuhmacherei eine Männerdomäne und zum anderen ein aussterbendes Handwerk, das mit der industriellen Fabrikation kaum konkurrieren kann. Denn ein handgefertigter Schuh braucht seine Zeit, etwa 80 Stunden, sagt Grundmann, vom handgefertigten Leisten über die Vorbereitung aller Einzelteile und die Endmontage. Immer noch gilt der Spruch, dass ein Schuh 1000 Schläge mit dem Hammer braucht, bis er fertig ist, Schläge um Kanten zu glätten, das Innenleder weichzuklopfen oder die einzelnen Schichten zu verpressen. Solche maßgefertigten Unikate halten ein Leben lang, allenfalls Absatz und Sohle müssen ausgewechselt werden. Grundmann hat momentan etliche Aufträge, aber das Hauptgeschäft macht die 29-Jährige mit Reparaturen. Die Werkstatt ist modern eingerichtet, im Schaufenster steht eine alte Adler-Nähmaschine, uraltes Schuhmacherwerkzeug hängt an der Wand, antiquierte Leisten stehen in der Ecke. Die Utensilien gehören zum Laden, denn das Schmidhaus war seit 1872 ein Schuhmacherbetrieb in Familienbesitz.

1000 Schläge braucht der perfekte Schuh.

Das Herkomer Museum

Das Herkomer-Museum in der Von-Kühlmann-Straße 2 ist dem Landsberger Ehrenbürger Hubert von Herkomer (1849-1914) gewidmet. Er war als Porträtmaler berühmt, hatte aber viele Talente und Interessen. Herkomer befasste sich mit Theater und Film, war etwa Initiator der ersten Autorallye in Deutschland. Seine Witwe Margaret 1929 vermachte das Anwesen, dazu Gemälde und Kunstwerke sowie viele persönliche Dinge der Familie einer Stiftung. In den Jahren 2014 und 2015 wurde das Gebäude komplett saniert und barrierefrei umgebaut. Die Besucher können heute in Museum, Mutterturm, Café und Landschaftspark eine gelungene Verbindung von Kunst und Natur genießen. Eine biographische Ausstellung des Museums würdigt den deutsch-englischen Künstler. Eine Besonderheit ist ein Workshop für Kindergruppen und Schulklassen in der  neu eingerichteten Druckwerkstatt des Herkomer Museums. Kinder und Jugendliche können mit der über 100 Jahre alten Lithographie-Presse arbeiten. Der Steindruck ist ein sehr aufwendiges Verfahren, weshalb es nur selten erprobt werden kann. Unter fachkundiger Anleitung werden alle Schritte des  vom Schleifen der Solnhofener Platten bis zum fertigen Druck erklärt und umgesetzt. Das Haus ist von Mai bis Oktober von Dienstag bis Sonntag jeweils von 13 bis 18 Uhr, und von November bis April am Samstag und Sonntag von 12 bis 17 Uhr geöffnet.