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Die Zukunft plan en und loslassen

 

Betriebe sollten die Unternehmensnachfolge am be sten zehn Jahre vor Austritt des Seniorchefs klären

Rund 250.000 Handwerksbetriebe suchen laut Zentralverband des Deutschen Handwerks bundesweit in den kommenden Jahren einen Nachfolger. Allein in Bayern werden es nach Angaben der Handwerkskammer für München und Oberbayern (HWK) 23.000 Handwerksbetriebe sein. Das sind so viele, wie selten zuvor. Und die erfolgreiche Gestaltung der Unternehmensnachfolge ist für viele Unternehmen und ihre Mitarbeiter von allergrößter Bedeutung – ebenso wie für die Volkswirtschaft. „Eine Übergabe muss so gestaltet werden, dass der Betrieb, die Arbeitsplätze sowie das Unternehmens-Knowhow fortbestehen können und auch weiterhin notwendige Investitionen getätigt werden“, sagt Reinhold Wanner, Geschäftsführer der Unternehmensberatung Wanner GmbH in Mühldorf. Laut Bayerischem Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie erfolgt sogar jede dritte Nachfolge früher als ursprünglich gedacht – etwa bei schwerer Krankheit des Firmenchefs und Inhabers. Eines der größten Probleme besteht jedoch darin, dass viele Betriebe keinen geeigneten Nachfolger finden. Im Jahr 2015 klagten immerhin 26,8 Prozent von mehr als 9200 befragten Unternehmen über einen Mangel an Kandidaten. Erfahrungsgemäß lässt sich ein Nachfolger bei größeren Firmen einfacher und schneller finden, als bei einem kleineren Handwerksbetrieb. Mittelständler sollten eine Unternehmensnachfolge deshalb frühzeitig und systematisch planen.

„Leider beginnt in der Regel der Nachfolgeprozess oft zu spät. Dadurch können Risiken und Belastungen für die Betriebe entstehen, etwa wenn die Banken das Rating verschlechtern, weil kein Nachfolger in Sicht ist. Die Nachfolge endet dann mit dem Verkauf. Letztlich werden deshalb acht Prozent der Unternehmen liquidiert“, sagt Wanner, der vor allem kleine und mittlere Unternehmen aus der Region berät. Ideal sei es daher, bereits zehn Jahre vor dem gewünschten Austritt des Seniors mit der Suche zu beginnen. „Eine Unternehmensnachfolge ist schließlich ein hoch komplexer, ausgesprochen individueller und sehr emotionaler Prozess“, sagt der Unternehmensberater und Diplomingenieur, der zudem langjährige Erfahrungen in der Restrukturierung von Unternehmen sowie in deren Führung besitzt.

 

Zunächst einmal ist die Nachfolge ein betriebswirtschaftlicher Managementprozess, bei dem es um den Erhalt des Unternehmens oder der Marke, die angemessene Altersversorgung für den Alteigentümer sowie die Berücksichtigung von Familieninteressen geht. Außerdem sollte der Nachfolger ebenfalls eine wirtschaftliche Perspektive haben, angemessene Bezüge zu erwirtschaften, beispielsweise durch eine Beteiligung am Unternehmen. Zur Klärung der finanziellen und erbrechtlichen Thematik benötigt man einerseits Steuerberater und Wirtschaftsprüfer: Gilt es doch, den richtigen Unternehmenswert zu ermitteln, die Finanzierung der Übergabe sicher zu planen und zu realisieren sowie diese ebenfalls steuerlich so optimal wie möglich zu konzipieren. Darüber hinaus erfordert eine erfolgreiche Übergabe aber auch die qualifizierte Unterstützung bei den zwischenmenschlichen Prozessen sowie im Tagesgeschäft. „Da geht es unter anderem darum, sich anzuschauen, ob die Organisationsstrukturen klar definiert sind oder die nächste Führungsebene stabil installiert ist“, erklärt Wanner. Auch die fachmännische Beurteilung von Betriebsstätten, Anlagen und Ausstattung sowie ein Blick auf den Kundenstamm oder eine Standortanalyse können sehr hilfreich sein. Eine große Rolle spiele ferner, ob das Unternehmen vom Führungsstil des Seniors abhänge „Wenn dieser beispielsweise seinen Betrieb sehr patriarchalisch geführt hat, seine Kinder dagegen aber eher auf flache Hierarchien und partnerschaftliches Zusammenarbeiten setzen, kann es bei der Übergabe plötzlich nicht mehr mit der internen Kommunikation klappen“, hat der Unternehmensberater erlebt.

 

Alteigentümer müssten vor allem eines: loslassen – gegebenenfalls sogar mit Unterstützung eines Coachs. Leichter werde dies erfahrungsgemäß, wenn der Senior sicher sei, einen geeigneten Nachfolger gefunden zu haben. Außer den notwendigen fachlichen Qualifikationen oder Zulassungsvoraussetzungen wie der Meistertitel sollte jener insbesondere Initiative sowie ein schlüssiges Konzept zur Unternehmensfortführung vorweisen können. „Unternehmerisches Talent ist ganz wichtig. Allein die Abstammung macht aus einem Sohn oder einer Tochter noch keinen erfolgreichen Unternehmenslenker. Nachfolger müssen ferner aktiv gesucht, geschult und installiert werden“, sagt der Experte. Als Unternehmer müsse man überzeugend auftreten, in sich ruhen, gut kommunizieren und andere motivieren können.            

Franziska Günther

Glückliche Übergabe: Der Nachfolger weiß über alles Bescheid, der Seniorchef plant beruhigt seinen Ruhestand, die Beraterin packt zusammen.
Foto: Fotolia

Die Handwerkskammer München und Oberbayern bietet einen Beratungsservice zur Firmennachfolge. Infos gibt es auf der Internetseite
www.hwk-muenchen.de
unter dem Suchstichwort „Betriebsnachfolge“

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