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Die Welt von oben

 

Kamera-Drohnen knipsen Fotos aus vielen Metern Höhe

Teure Selbsthilfe

 

Ob Dämmung oder Reparatur – bei Dacharbeiten sollte grundsätzlich nur der Fachmann ran

 

Wo bekomme ich denn jetzt einen Handwerker her? Es ist die Zeit des Fachkräftemangels: Akut oder mittelfristig ist es mitunter ganz schön schwierig, Termine auszumachen. Wer dann möglicherweise nicht sofort einen Handwerker findet, sollte aber lieber eine Wartezeit in Kauf nehmen, als zur Selbsthilfe zu greifen. Das gilt ganz besonders für Arbeiten am und auf dem Dach. Darauf weist der Landesinnungsverband Bayerisches Dachdeckerhandwerk hin. Natürlich mag es verlockend sein, beim Neubau die „Muskelhypothek“ einzusetzen und die Wärmedämmung selbst in die Hand zu nehmen. Doch die Gefahr von teuren Folgeschäden sei größer als die „Einsparung“ – erst recht bei den weiterhin niedrigen Zinsen. Schon kleine Mängel bei der Verarbeitung der Dämmung, undichte Dampfsperren oder gar der Einsatz der falschen Dämmstoffe zum Beispiel rund um den Kamin werden zur teuren Erfahrung. Treten – oft erst nach Jahren – erste sichtbare Spuren wie Stockflecken als Vorboten des Schimmelbefalls auf, werde eine Totalsanierung der Dämmung unumgänglich, so der Verband. Dachziegel und Dachpfannen selbst verlegen – das kann doch jeder? Spätestens, wenn der erste Sturm zu Schäden mangels vorgeschriebener Windsogsicherung führt, hört auch für die Gebäudeversicherung das Verständnis für „ökonomisches Bauen“ auf.

 

Die Schadensregulierung kann dann teilweise oder sogar ganz verweigert werden. Wird bei der Eindeckung mit Ziegeln oder Pfannen die Regeldachneigung ohne Zusatzmaßnahmen am Unterdach unterschritten, kann Regeneintrieb die Dachwohnung in ein Feuchtbiotop verwandeln. Und auf den Dachfenstereinbau in Eigenregie sind Bauherren nur so lange stolz, bis die ersten Wasserränder am Innenrahmen auf teure Einbaufehler hinweisen. Bei der Montage von Solaranlagen – ob aufgeständert oder ins Dach integriert – sind die gleichen hohen Anforderungen wie an Dacheindeckungen einzuhalten. Welcher Laie kennt die schon? Und wie steht es eigentlich mit der Sicherheit auf der Dachbaustelle? Diese Frage interessiert die Berufsgenossenschaft nicht erst, wenn etwas passiert ist und der Bauherr möglicherweise in Regress genommen wird. Baustellenkontrollen sind jederzeit möglich. Von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit BAuA wurden 432 tödlich verlaufende Absturzunfälle untersucht. 49 davon, das heißt 11,3 Prozent, erfolgten dabei nur aus Höhen von bis zu 2 Metern.

 

Gründlich überlegen sollte jeder Bauherr und Hausbesitzer, ob er „günstigen Angeboten“ an der Haustüre den Zuschlag erteilt. Hier ist oft nicht nachvollziehbar, ob der hausierende Anbieter überhaupt die Qualifikation und Befugnis besitzt, Dacharbeiten auszuführen. Auch ob eine Haftpflichtversicherung besteht, die gesetzlich vorgeschriebene Gefährdungsbeurteilung vorab erstellt wird und die Entsorgung von Alt- und Reststoffen ordnungsgemäß erfolgt, ist für den Auftraggeber oft nicht nachvollziehbar. Dennoch ist er mit in der Haftung.

 

Sicherheit genießt, wer sich als Auftraggeber an Dachdeckerbetriebe wendet, die ihr Handwerk gelernt haben. Nicht umsonst besteht auch weiterhin im Dachdeckerhandwerk die Meisterpflicht. Adressen qualifizierter Betriebe gibt es bei der regionalen Dachdecker-Innung sowie im Internet unter www.dachdecker.bayern. Mep

Fehlende Absturzsicherung und zweifelhafte Entsorgung von bitumenhaltigen Baustoffen – hier ist wohl kein Fachmann am Werk. Flachdachabdichtungen dürfen nur durch Dachdecker-Fachbetriebe ausgeführt werden.
Foto: Bayerisches Dachdeckerhandwerk Landesinnungsverband

Der Preis fürs Update

 

Das kosten Umbauten und Renovierungen am Hausb Dämmung oder Reparatur – bei Dacharbeiten sollte grundsätzlich nur der Fachmann ran

 

Energie einsparen, mehr Wohnraum schaffen oder die Wohnqualität verbessern – für die Renovierung oder Sanierung gibt es unterschiedliche Gründe. Bereits bei Umbaustart sollte das Finanzielle geregelt sein: Welche Mittel stehen zur Verfügung, für welche Förderungen ist das Projekt berechtigt? Der Staat bezuschusst zum Beispiel Besitzer von Bausparverträgen mit Wohn-Riester, Arbeitnehmer-Sparzulage und Wohnungsbauprämie gleich dreifach. Auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt Maßnahmen zum altersgerechten Umbau oder zur Steigerung der Energieeffizienz mit Förderprogrammen und zinsgünstigen Darlehen oder Direktzuschüssen. Wer diese erhalten möchte, muss die baulichen Maßnahmen jedoch von einem Sachverständigen begleiten und dokumentieren lassen. „Nach dem Gang zur Bank sollten sich die Immobilienbesitzer beim Bauamt erkundigen, ob sie für das Vorhaben Genehmigungen brauchen. Auch ein Architekt kann hier helfen, denn die Handwerker brauchen alles dann möglichst konkret“, erklärt Sven Haustein von der Bausparkasse Schwäbisch Hall. Wie viel Geld Hausbesitzer für die wichtigsten Renovierungsmaßnahmen einplanen müssen, zeigt Haustein an den Beispielen Dach und Fassade, Innenräume und In-stallationen eines typischen Einfamilienhauses auf:

 

1. Dach- und Fassadendämmung: Auf das Material kommt es an

„Die Dämmung von Dach und Fassade ist zentraler Teil fast jeder grundlegenden Renovierung“, erklärt der Schwäbisch Hall-Experte. „Sie verspricht langfristige Energieeinsparungen und damit bares Geld.“ Um die angestrebte Ersparnis zu erreichen, empfiehlt sich die fachgerechte Ausführung der Arbeiten. Die Kosten für die Renovierung hängen vornehmlich vom verwendeten Material ab – beim Dach zusätzlich von der Dachform. So liegen die Gesamtkosten für die Fassadendämmung zwischen 130 Euro bei der Verwendung von Hartschaum und 250 Euro je Qua-dratmeter für eine vorgemauerte Dämmfassade. Beim Dach hängen die Kosten stark davon ab, ob man von außen oder von der Raumseite aus arbeitet, und welche Dämmstoffe sich dementsprechend anbieten.

 

2. Vom neuen Bad bis zu neuen Türen

Hauptkostentreiber sind auch hier die verwendeten Materialien – bei Fenstern zum Beispiel der Rahmen und die Verglasung. „Beim Einbau neuer Türen sollte zusätzlich darauf geachtet werden, dass Bodenschwellen und Durchgangsbreite barrierefrei sind“, rät Haustein. „Das erspart einen altersgerechten Umbau der Immobilie zu einem späteren Zeitpunkt.“ Auch bei der Renovierung des Bades sollten Bauherren bereits ans Alter denken. Dies hat zwar eine aufwendigere und damit teurere Sanierung zur Folge, erhöht jedoch die Lebensqualität im Alter. Bei der Badrenovierung können Kosten zwischen 9000 Euro und einem Vielfachen davon entstehen.

 

3. Installation neuer Stromleitungen und Heizungsanlagen

Zeiten ändern sich und damit auch Sicherheitsanforderungen, Effizienzkriterien oder einfach die Vorlieben der Bewohner. Bei Elektroinstallationen ist es dabei oft nicht einmal nötig, Wände aufzustemmen. So können Fertiginstallationen auch in Fußleisten oder Deckenprofilen verlegt werden. Die Erneuerung der Heizungsanlage ist gleichwohl mit mehr Aufwand und Kosten verbunden. Sie steht etwa alle 30 Jahre an. „Dann erlischt nach Energieeinsparverordnung die Betriebserlaubnis für die meisten Heizkessel“, weiß Haustein. Wer den Zeitpunkt nutzen möchte, um auf regenerative Energien umzusteigen, zum Beispiel auf eine Holzpelletheizung, sollte einkalkulieren, dass diese in der Anschaffung zunächst teuer sind – langfristig dafür aber Betriebskosten sparen. Ein neuer Heizkessel schlägt gerne mit 3000 bis 12.000 Euro zu Buche. Müssen auch die Heizkörper und die Zuleitungen erneuert werden, sollte man mindestens 4000 Euro zusätzlich einplanen. Die Erneuerung der Heizungspumpe lohnt sich praktisch immer. Mep