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Die Welt von oben

 

Kamera-Drohnen knipsen Fotos aus vielen Metern Höhe

Vom Badezimmer zur eigenen Wellness-Oase

 

Infrarotkabine, Sauna und Whirlpool – Home-Spa-Einrichtungen sind keine Prestigeobjekte, sondern eine gesundheitsfördernde Bereicherung fürs Zuhause

 

Die kleine Flucht aus dem Alltag ist oft nur eine Tür weiter: Das Badezimmer war schon immer ein Rückzugsort, nun wird es zunehmend zur Wellness-Oase, die immer höhere Ansprüche erfüllen soll: Regendusche oder Massagedüsen in der Badewanne mit Ambiente- Beleuchtung gegen Stress und Burn-out sind schon längst nichts Besonderes mehr. Infrarotkabine, Sauna und Whirlpool sind die neuen Status-Symbole, die für die richtige „Work-Life-Balance“ sorgen sollen. Aus dem nüchternen Badezimmer ohne Tageslicht wird in Hochglanz-Lifestyle-Magazinen ein Spa-Bereich mit chromglitzernden Armaturen, Wannen, Infrarotkabinen oder Saunen, die wie Kunstobjekte im riesigen Wohnraum stehen. Die Grenze zwischen Wohnzimmer, Schlafzimmer und Badezimmer scheint aufgelöst: Alles wird zur lichtdurchfluteten privaten Wohlfühl-Zone. Der Blick aus dem sprudelnden Whirlpool durch das Panoramafenster ins endlose Grüne hebt die Grenze zwischen drinnen und draußen auf. Eine paradiesische Atmosphäre ...

Die Seifenblasen zerplatzen schnell. Wer nicht gerade neu baut und über das nötige Kleingeld verfügt, ungestört in der bukolischen Werbe-Landschaft baden zu können, muss sich mit den Gegebenheiten in den eigenen vier Wänden abfinden. Doch auch da lassen sich zahlreiche Träume vom Heim-Spa verwirklichen.

 

Allzeit geöffnet

 

Das fängt schon mit dem Ambiente an. Kerzenlicht und sanfte Musik sorgen für Entspannung, Duftkerzen für eine kleine Aromatherapie: Düfte nach Schokolade, Vanille oder Orange wirken als Stimmungs-Aufheller, Zitrone und Grapefruit regen an. Ein Peeling befreit von abgestorbenen Hautschuppen, bevor es in die wohltemperierte Wanne geht. Im Herbst und Winter sorgen Creme- und Ölbäder für die nötige Feuchtigkeit der Haut. Nicht nur der Duft des Badeschaums nach Fichtennadeln, Lavendel oder Rosen sorgt für entspanntes Wohlbefinden, auch die Farbe des Badewassers hat seine Wirkung: Orange heitert auf und regt den Stoffwechsel an, während Grün eher beruhigt und entspannt. Beim Baden werden Endorphine ausgeschüttet, es macht also glücklich. Ein Whirlpool oder eine Badewanne mit Massagedüsen sind mehr als moderne Must-haves: Der gesamte Organismus wird angeregt, Verspannungen lösen sich. Die Haut wird erfrischt und von Keimen befreit. Die Wirkung ist bei regelmäßiger Nutzung um so größer. Und zu Hause steht die Wellness-Oase rund um die Uhr zur Verfügung. „Whirl-Wannen“ sind nicht größer als normale Badewannen, sind aber tiefer und meistens ergonomischer geformt. Liegen und Kopfstützen sind für den entspannten Aufenthalt im Sprudelbad häufig integriert. Unterschieden wird zwischen Massagedüsen und Luftsprudlern. Massagedüsen sitzen an Boden und Seiten und lassen sich gezielt auf ausgewählte Körperpartien einstellen. Luftsprudler können in ihrer Massagewirkung reguliert werden – von sanft bis kräftig. Über ein Display oder eine Fernbedienung kann man sich bei vielen Modellen sein Programm aussuchen.

 

Wer über keine Wanne verfügt, kann sich trotzdem wellnessgerecht einrichten: Computergesteuerte Dampfduschen mit Massagedüsen, Beleuchtung und Musik lassen dann so manche Wanne ziemlich alt aussehen. Nach dem Bad oder der Dampfdusche haben sich die Poren geöffnet. Der ideale Zeitpunkt, um eine feuchtespendende Lotion auf die Haut aufzutragen. Vielleicht noch eine Augenmaske und fertig ist die Schutzschicht gegen den grauen Alltag. Noch tiefgreifender als in Badewanne oder Whirlpool ist die Erholung und Entspannung in Infrarotkabinen und Saunen. Infrarotkabinen passen als „Einsitzer“ schon in eine Nische des Badezimmers oder finden im Schlafzimmer Platz. Zum Saunen geht es in den meisten Häusern in den Keller. Ein einfacher Kellerraum reicht für das Saunavergnügen allerdings nicht: Für den Betrieb der Sauna über einen Elektro-Ofen ist ein Starkstromanschluss notwendig. Außerdem sollte der Raum gut zu lüften sein, damit sich kein Schimmel bilden kann, und über eine Heizung verfügen. Mindestens 15 Quadratmeter sind nötig, um neben der Sauna auch Platz für Ruheliegen, Pflanzen und Regale mit Badetüchern und Saunazubehör zu haben.

 

Er sollte so gestaltet sein, dass man sich wohlfühlt und entspannt. Warme Farben und dimmbare Beleuchtung tragen dazu bei. Ist der ungestörte, direkte Gang ins Freie von der Sauna nicht möglich, was meist der Fall sein dürfte, dann sollten zumindest Schwallbrausen oder Tauchbäder installiert sein, die für die nötige Abkühlung nach dem Saunagang sorgen. Oder man setzt die Sauna gleich in den Garten. Falls ein Pool dabei ist, kann der eventuell auch zur kalten Jahreszeit als Tauchbecken genutzt werden.

 

Klassische Saunen und Dampfbäder üben durch das Wechselspiel zwischen starker Hitze und Abkühlung Reize auf die Haut aus, die stimulierende Effekte auf innere Organe ausüben können. Die Gefäße im Körper werden geweitet und die Durchblutung so gefördert. Das starke Schwitzen befördert Toxine auf die Haut, die beim Duschen entfernt werden. Allerdings belasten klassische Saunagänge den Kreislauf stark. Während eine finnische Sauna auf meist 80 bis 95 Grad geheizt wird, liegen die Temperaturen für Infrarotsaunen nur bei 40 bis 50 Grad. Gerade für ältere Menschen sind daher Infrarotsaunen eine Alternative. Die Wärmestrahlung unterhalb des roten Endes des Lichtspektrums in einer In-frarotsauna dringt tiefer in die Haut ein, ohne den Kreislauf so stark zu belasten. Freigänge, Tauchbecken oder Schwallbrausen sind zum Abkühlen daher nicht notwendig. Eine lauwarme Dusche nach der Wärmebestrahlung reicht. Während in der klassischen Sauna zwei bis drei Gänge mit Abkühlung und Ruhephasen erfolgen, wird in der Infrarotsauna nur ein Gang mit etwa 30 Minuten empfohlen. Trotz der niedrigeren Temperatur wird dabei mehr als doppelt so viel Schweiß abgesondert wie in der klassischen Sauna. Der Schweiß, der durch die Einwirkung tiefgreifender Hitze entsteht, transportiert abgestorbene Hautzellen ab und verbessert Tonus und Elastizität der Haut. Die in einer Infrarotsauna entstehende Hitze ist besonders hilfreich bei Hautproblemen wie Akne, Ekzemen und Cellulite. Für den Heimbereich ist eine Infrarotkabine eine preisgünstige Alternative. Sie braucht wenig Platz und kann in den meisten Modellen über das normale 220-Volt-Stromnetz betrieben werden. Damit es während der „Schwitz-Zeit“  nicht langweilig wird, sind viele Kabinen mit Radio und Leselampe ausgestattet. Stolze Besitzer einer eigenen Wellness-Oase können es vermutlich kaum abwarten, bis die Tage wieder kälter werden, um ihre „Wellness dahoam“ genießen zu können.          Wolfram Seipp

Die Infrarot-Wärmekabine hat noch im kleinsten Bad Platz.
Foto: Saunalux
Der Sternenhimmel in der Saunakabine erzielt bei jedem Schwitz-Gang den Wow-Effekt.
Foto: Saunalux

Eine Frage von Geschlecht und Geschmack

 

Farbanstriche können offenbar Einfluss auf den Verkaufspreis einer Immobilie nehmen

 

Wenn ein Haus oder eine Wohnung den Besitzer wechseln soll, gibt sich der alte Eigentümer in der Regel besondere Mühe, die Immobilie von ihrer besten Seite zu zeigen. Somit kann ein frischer Anstrich an den Wänden zweifelsohne Wunder bewirken. Aber ist Weißeln dabei die einzige Lösung? Die amerikanische Immobilien-Firma Zillow beispielsweise ging der Frage nach und wertete 32.000 Fotos verkaufter Objekte aus und setzte sie in Relation zu den Verkaufspreisen. Das Ergebnis überraschte nicht wenig. Denn es zeigte sich eine Abhängigkeit vom Einsatz von Farben im Anstrich. Ein Detail, das sich im Schnitt mit 5000 Euro Preisunterschied bemerkbar machte. Ob die Zillow-Studie den deutschen Farbvorlieben entspricht und ob die Zuordnung zu bestimmten Räumen vergleichbar ist, bleibt offen.

 

Das Deutsche Lackinstitut in Frankfurt (DLI) gab eine Studie in Auftrag, in der die Lieblingsfarben der Deutschen ermittelt werden sollten. Das Ergebnis zeigt Blau mit 19 Prozent vorne, gefolgt von Grün mit 14 und Rot mit 13 Prozent. Es gibt aber deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Während Frauen mit 22 Prozent eher Rot bevorzugen, steht Blau mit 23 Prozent bei Männern im Vorteil. Mit Rot können sich Männer gar nicht anfreunden. Lediglich 4 Prozente der befragten Männer nannten Rot als Lieblingsfarbe. Grün gaben übrigens in etwa gleich viele Frauen wie Männer an. Demnach hängen die Preisvorteile in Abhängigkeit vom Anstrich in Deutschland eher davon ab, ob Frau oder Mann die Entscheidung trifft oder sich bei der Entscheidung durchsetzt. Dementsprechend sind auch die Farben unterschiedlich. Frauen bevorzugen das Farbspektrum im Bereich Rot, Gelb, Beige und Orange. Männer sind eher unbunt veranlagt und bevorzugen Farbanstriche in Blau, Grau, Schwarz und Braun.

 

Schaut man sich die Ratschläge der deutschen Immobilienmakler an, so findet man Farben selten erwähnt, zumindest nicht unter den Hauptaspekten. Meist ist vom Weißeln die Rede. Das erstaunt umso mehr, als das Thema Farbe alle Wohndesign-Magazine durchzieht. Angefangen vom Raumanstrich über Heimtextilien bis hin zu bunten Ausstattungsgegenständen. Aber vielleicht ist gerade dies der Grund für einen neutralen Anstrich beim Verkauf der Immobilie: Jeder Interessent hat eine andere Einrichtung, einen anderen Geschmack und andere Wohnvorstellungen. Unumstritten ist jedoch, dass Farben sehr viel fürs Wohlbefinden beitragen können. Zudem hängt davon der Raumeindruck ab. Je nach Geschmack kommen dabei allerdings nicht nur zarte Farbtöne, sondern durchaus auch kräftige Farben zum Einsatz. Wohnpsychologisch sind bestimmte Farben zu empfehlen. Eine ruhige, zurückhaltende Farbe ist fürs Wohnzimmer ideal. Wer kräftigere Farben bevorzugt, ist mit der Komposition aus Rot, Orange und Grün richtig beraten. Fürs Schlafzimmer wird indes ein kühles, mildes Blau empfohlen. Wählt man kräftigere Töne, sollten sie zumindest mit der Bettwäsche einen stimmigen Farbklang ergeben. Lukullische Gelüste werden im Esszimmer mit hellen Farbtönen von Grün, Gelb, Orange und Rot geweckt. In der Küche stehen farbpsychologisch warme Töne wie Nussbraun, Goldgelb, Terrakotta, Pfirsich und Rot auf der Empfehlungsliste. Fürs Bad geht es in Richtung Apfelgrün, Türkis, zartes Rosa, für die Behaglichkeit aber auch sattes Braun. Im Kinderzimmer sollten den knalligen Farben des Spielzeugs zarte Töne von Gelb, Orange, Rot oder Blau gegenüberstehen. Beim Jugendzimmer muss offenbar jeder Ratgeber passen. Reinhard Palmer

Eine ruhige, ausgewogene und zurückhaltende Farbkombination für die Wohnbereiche ist farbpsychologisch die richtige Wahl. Idealerweise harmonieren sie mit den Boden- und Einrichtungsfarben.
Foto: Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz